Seit dem 5. Juli 2011 gibt es die
Bürgerinitiative Pro Kulturhauptstadt Freiburg.
Das Hauptziel der Bürgerinitiative ist es, einen positiven Beschluss des Gemeinderats zum Eintritt in das Bewerbungsverfahren um den Titel “Europäische Kulturhauptstadt” zu befördern und die Bevölkerung Freiburgs und der Region von dieser Idee zu begeistern. Denn wir sind davon überzeugt: Das Projekt bietet allergrößte Chancen für eine positive Stadtentwicklung in Freiburg insgesamt.
Freiburger, bringt Eure Ideen ein in die Bürgerinitiative,
die nicht nur die Zukunft Freiburgs im Sinn hat!
Werdet Mitglieder!
Worum geht es?
1985 erdacht, gab man anfangs den Titel an Metropolen, die ohnehin schon kulturelle Oberzentren waren, wie Athen, Florenz, Amsterdam, Berlin, Paris, Madrid. Doch mit Anwachsen der Europäischen Union wandelte sich das Konzept: Jetzt sollen Bewerberstädte belohnt werden, die ein besonderes kulturelles Entwicklungspotential für die Zukunft plausibel machen können, für sich selbst und für Europa. Es geht nicht darum, wer die etablierteste Museumslandschaft hat und wer die atemberaubendste gotische Kathedrale. Nicht darum, wer die opulentesten Events veranstaltet.
Als vor fünf Jahren die Entscheidung der Jury in Brüssel für die „Europäische Kulturhauptstadt“ auf Essen und das Ruhrgebiet fiel, war die Überraschung groß. Aber das Jahr 2010 hat dann dieses Ruhrrevier in gewandeltem Licht gezeigt, eine scheinbar einseitige Industrielandschaft präsentierte sich mit von Grund auf erneuerten Strukturen. Auch Freiburg wird den europäischen Wettbewerb nur für sich entscheiden können,
wenn es 2020 – also dann, wenn Europas Kulturhauptstadt wahrscheinlich wieder von Deutschland zu stellen ist – seine altbekannten Kultur-Qualitäten krönt mit neuen, mit zukunftsfähigen Wegen, die auch für andere Regionen vorbildlich erscheinen und hilfreich.
Was ist bislang geschehen?
Der Impuls ging aus von der Kulturliste im Gemeinderat. Das Kulturamt der Stadt wurde mit der Erstellung eines Vor-Konzepts betraut, und eine Reihe von Protagonisten des Freiburger Kulturlebens wirkten daran mit. Zwar gab es auch außerhalb dieses eingeladenen Kreises Diskussionen, aber eine breite Basis an Akteuren, eine Beteiligung der BürgerInnen, das gab es bislang noch nicht. Das Konzeptpapier des Kulturamts sollte offene Vorschläge unterbreiten und verschiedene inhaltliche Möglichkeiten aufzeigen.
Im Mai 2011 wurden zur Orientierung von Gemeinderat und Verwaltung sieben Experten von internationalem Rang eingeladen, z. B. aus früheren Kulturhauptstädten.
Die Fachleute empfahlen einhellig eine Teilnahme an dem Wettbewerb. Es gebe große Chancen für eine Bewerbung Freiburgs, die freilich prägnant auf ein Thema zugespitzt sein müsse.
Einige der Experten faszinierte der Gedanke, die Zukunft unserer Erde, die ökologische Frage umfassend als Gegenstand kulturell-künstlerischer Auseinandersetzung zu definieren. Damit sei zudem ein vorhandenes und markantes Freiburg-Profil (sog. Green-City) aufgegriffen.
Was ist zu tun?
Neben der Ausformulierung eines prägnanten Rahmenthemas wurde bei dem Experten-Hearing ein deutliches politisches Bekenntnis bemängelt: „Sie stehen noch auf der Bremse“, hieß es an die Adresse des Gastgebers. Das ist eine klare Aufforderung – und dabei möchten wir die Stadtverwaltung und den Gemeinderat nicht alleine lassen.
Das erste Ziel der neuen Bürgerinitiative muss es sein, durch breite Information über die gewaltigen Chancen einer Kulturhauptstadt-Bewerbung in der Bevölkerung Freiburgs Neugierde und Begeisterung zu wecken, die Menschen zu entflammen.
Damit soll das Zustandekommen eines positiven Bewerbungsbeschlusses befördert werden.
In einem zweiten Schritt möchte die Bürgerinitiative erreichen, dass nach einem Bewerbungsbeschluss eine möglichst breite Bürgerbeteiligung an der Konzept-Arbeit verwirklicht wird.
Dann wird sich die Bürgerinitiative ideenreich mit inhaltlichen Fragen einer Bewerbung auseinandersetzen und an einer tragfähigen, zukunftsweisenden Planung mitwirken. Solche Qualitäten, das Querdenken und Handeln zugunsten von Alternativen hat Freiburg in seiner wunderbaren Geschichte schon oft realisiert.
Ein Ort, der schon in der Epoche Gotik „Spitze“ gewesen ist in der Baukunst und alsdann in humanistischem Denken, der kann auch künftig angesichts der akuten sozialen und politischen Probleme beispielhaft sein.
Freiburger, bringt Eure Ideen ein in die Bürgerinitiative,
die nicht nur die Zukunft Freiburgs im Sinn hat!
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