“Mein Eindruck ist, dass Freiburg ein guter Kandidat für eine Kulturhauptstadt wäre, wenn es gelingt, eine eigenständige Botschaft an Europa zu senden. Das Signal könnte sein, dass man es nicht beim Einstieg in eine grüne Stadt belässt,sondern hungrig macht auf soziale, kulturelle und politische Innovationen, die in der nächsten Dekade anstehen.” (Prof. Dr. Claus Leggewie, Politologe)
“Die Bewerbung sollte da ansetzen, wo weiteres Entwicklungs-potential ist: bei einer Kultur, die allen Bürgerinnen und Bürgern die Idee vom ‘Guten Leben’ vermitteln kann. Wie kann dies besser gelingen als durch Bildung?”
(Eva von Rekowski, Direktorin der Volkshochschule Freiburg)
“Es wäre eine mutige und weitsichtige Entscheidung, wenn Freiburg jetzt seinen Hut für die Kulturhauptstadt-Bewerbung in den Ring werfen würde. Auch wenn das mit einem großen Kraftakt verbunden ist, würden Stadt und Region durch eine solche Weichenstellung auf lange Sicht hin profitieren.” (Prof. Dr. Ludger Hünnekens,
Leiter Museum Frieder Burda Baden-Baden)
“Eine Kultur der Nachhaltigkeit verlangt das Überdenken aller Lebensbereiche, Vieles muss ganz neu gedacht werden.
Die Herausforderung wird sein, eingefahrene Strukturen und gewohnte Verhaltensmuster zu überwinden.”
(Ursula Sladek, Geschäftsführerin Elektrizitätswerke Schönau)
“Der verstärk
te Diskurs über unser kulturelles Verständnis im Spannungsfeld zwischen Tradition und permanentem Wandel wird die Bürgergesellschaft am Oberrhein weiterbringen. Für mich persönlich ist Musik als integraler Bestandteil unseres Alltags und Spiegel unserer Gesellschaft sehr wichtig.”
(Reinhard Stephan, Geschäftsführer Jazz&Rock Schulen Freiburg)
“Kulturhauptstadt zu werden, wäre wunderbar! Kunst und Kultur dürfen gern Motor für einen Kreativitätsschub werden, der die gesamte Region vorwärts bringt. Ich wünsche uns allen, dass es gelingt.”
(Anne-Kathrin Deutrich, Aufsichtratsvorsitzende der Testo AG,
bis 2006 Vorstandsvorsitzende der Sick AG)
“Freiburg als Kulturhauptstadt, das ist ein Ansporn, die herausragenden Potenziale von Stadt und Region zu nutzen: Mit ‘Kultur der Nachhaltigkeit’ ist der Ansatz genau richtig: Klimaschutz braucht auch neue Lebensstile (…) und einen Konsens, wie man ihn nur ‘von unten’, mit den Bürgern, herstellen kann.”
(Rolf Disch, SolarArchitekt Freiburg)
“Das wäre einfach wunderbar. Mit Freiburg verbinden mich die besten Erinnerungen an meine Studienzeit, aufgefrischt durch gelegentliches Vorbeischauen. Vielleicht könnte man das ganze ‘Dreiländereck’ einbeziehen. Meine Unterstützung haben sie.”
(Barbara Salesch, TV-Richterin auf SAT 1, studierte in Freiburg)
“Bei der Kulturhauptstadt sollte nicht nur die ‘Festivalitis’ bedient werden, sondern auch nachhaltig etwas bleiben, was über 2020 hinaus geht: Inspiration, zeitgemäße Spielstätten und eine Vision, wie möglichst viele Schichten für die Kulturstadt Freiburg begeistert werden können.” (Fritz Keller, 1. Vorsitzender des SC Freiburg, Winzer und Gastronom in Vogtsburg-Oberbergen/Kaiserstuhl)
„Freiburg ist für mich eine Stadt, die in den USA besonders für ihre ökologische Vorreiterrolle bekannt ist. Für die transatlan-tische Verständigung eröffnet die Bewerbung großartige Möglichkeiten, den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch mit den USA vor Ort zu stärken.“ (Friederike Schulte, Direktorin des Carl-Schurz-Hauses Freiburg)
„Eine Bewerbung Freiburgs hätte die Chance, dass unsere Stadt sich mit dem gelebten Leben bewerben könnte. Was an Nachhaltigkeit in gemeinsamen Projekten versucht wird und wie Dialoge zwischen Wissenschaften, Politik und Kirche geführt werden, kann sich sehen lassen.“ (Thomas Herkert, Direktor der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg)
“Ich finde eine Bewerbung gut. Für mich als Umweltpädagogin gehören Ökologie und Kultur eng zusammen und ich glaube, eine solche Bewerbung bedeutet einen innovativen Schub für eine nachhaltige Entwicklung in der Stadt. Eine Bürgerstadt mit viel kreativem Potential, das ist eben typisch Freiburg.“
(Heide Bergmann, Ökostation Freiburg)
“Richtet ein ‘Zukunftslabor der Nachhaltigkeit’ ein. Beim dringend notwendigen Umbau unserer Städte nimmt Freiburg so eine Vorreiterrolle ein – bundesweit, europaweit. Was kann uns Schöneres passieren! Und mit badischem Pioniergeist wird es auch gelingen.” (Thomas Klarmann, Geschäftsführer, schwarz auf weiss, Litho und Druck GmbH, Freiburg)
“Ich kann die Bewerbung gerade im Hinblick auf die kulturelle Bildung nur befürworten. Es wäre eine große Chance, die Verbindungen zwischen Künstlern aller Art und den Bildungseinrichtungen zu stärken, sodass auch wirklich jedes Kind zu seinem Recht auf kulturelle Bildung kommt.”
(Elisabeth Theisohn, Musikpädagogin, Faust-Gymnasium Staufen)
“Städte brauchen Perspektiven und Leitbilder. Für Freiburg wäre die breit verankerte und ernsthaft betriebene Bewerbung zur Kulturhauptstadt eine große Chance – der ideale Treibstoff für die überfällige Auseinandersetzung mit der Zukunft unserer Stadt.”
(Dipl.-Ing. Michael Gies, Vorsitzender des Architekturforums Freiburg)
“Es wäre schön, wenn Freiburg diese Herausforderung annähme! Könnte es die FreiburgerInnen verlocken, ihre Kulturhauptstadt zu einem Beispiel gebenden Erprobungsort für die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens zu machen?”(Adrienne Goehler, Publizistin, ehem. Präsidentin der Uni Hamburg und Kultursenatorin in Berlin)
